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Zugfahren - (M)eine Hassliebe

Zugfahren und ich – in den letzten Jahren hat sich da ein merkwürdiges Verhältnis entwickelt. Ich hasse Zugfahren, aber ich liebe es auch. Warum, das habe ich euch hier mal erklärt…
Warum ich Zugfahren hasse….
Der einfachste Grund sind wohl die Verspätungen. Ich kann mich außer ein, zwei Fahrten nicht daran erinnern, dass ich je keine Verspätung hatte, als ich mit der Bahn unterwegs war. Die Gründe dafür waren schon sehr unterschiedlich. Klar, ist es rückblickend ganz unterhaltsam, was man schon alles erlebt hat, aber wenn man gerade mal wieder im Zug festhängt ist es natürlich unglaublich nervig.

-        Störungen im Betriebsablauf : immer wenn diese Durchsage kommt, bin ich gleich genervt. Was soll denn das bitte schon wieder sein? Natürlich gibt es in jedem Betrieb mal Probleme, aber das kann man doch wohl etwas klarer formulieren! Ich glaube das ist wohl der geläufigste Grund für Zugverspätungen und ich habe auch schon regelmäßig davon profitieren können...

-       Zug fällt aus : dann natürlich an dem kleinsten Bahnhof, der bei mir in der Nähe ist, bei Sonne und 30 Grad und ohne Schatten. Da freut man sich immer über die Bahn, genauso, wie wenn man unbedingt pünktlich irgendwo sein muss und der Zug dann plötzlich nicht fährt.

-       Wetterprobleme : da hatte ich auch schon zwei verschiedene Sachen. Natürlich kann da die Bahn selbst nichts für, aber trotzdem ist das ein Grund, warum ich Zugfahren hasse, weil es im Auto nicht passiert. Einmal war ein Baum auf den Gleisen, zu Glück wurde nur noch abtransportiert und es ging schnell weiter, aber Verspätung hatte ich natürlich trotzdem. Und das beste: wusstet ihr, dass Züge bei Gewitter manchmal anhalten? Ich jedenfalls nicht, bis ich es selbst erlebt habe. Wegen Blitz-Gefahr stand ich dann mitten im Nirgendwo und nichts hat sich bewegt, bis das Gewitter vorbeigezogen war.

-       Ärztlicher Notfall : ich wünsche wirklich niemandem, im Zug ärztliche Hilfe zu benötigen. Zum einen ist das natürlich sowieso nicht schön, einen Arzt zu brauchen und dann kann sich das meist auch um Stunden handeln, insbesondere, wenn kein ordentlicher Bahnhof in der Nähe ist. Dass man selbst dann im warmen Abteil total überhitzt, ist für die Bahn dann eher zweitrangig. Immerhin war das das einzige Mal, dass ich eine Entschädigung anfordern durfte!

-       Polizeieinsatz : Unterlüß ist ein ziemlich kleiner Bahnhof, da ist nichts los, und plötzlich kommen drei Polizisten in dicken, kugelsicheren Westen unter ihren signalgelben Jacken mit einem Zugbegleiter über den Bahnsteig und steigen in den Zug ein. Dann die Durchsage, dass ein Polizeieinsatz im Zug stattfindet. Das fand ich besonders schlimm. Nicht wegen der Verspätung, sondern wegen dieser Ungewissheit. Nur ein Abteil weiter sind die Polizisten reingegangen und ich hatte keine Ahnung, ob es nur ein Schwarzfahrer, ein Betrunkener oder ein Attentäter war. Das war wirklich nicht schön…

Neben den Verspätungen hat das Bahnfahren natürlich noch einige andere Nachteile, die mir überhaupt keinen Spaß machen.
-        Der Ticketpreis : wusstet ihr, dass die Tickets, je später man sie bucht, teurer werden? Ich jedenfalls nicht, bis ich es selbst schmerzlich erfahren musste. Seitdem buche ich schon länger im Voraus oder fahre mit Wochenend- oder Verbundtickets.
-         Die Leute : ob es das schreiende Baby ist, wenn man schlafen will oder die zwei Typen, die sich laut unterhalten. Was den Lärm angeht, ist das im Zug oft besonders nervig. Besonders blöd ist es auch, wenn vor dir übel riechende Leute, neben dir Betrunkene oder Leute mit großem Gesprächsbedarf sitzen. Zum Glück kann man manchmal einfach aussteigen und ein Abteil weiter wieder einsteigen ;)

Jetzt habe ich hier die ganzen Nachteile aufgezählt, muss aber erwähnen, dass ich mindestens einmal die Woche mit der Bahn unterwegs bin. Da überwiegen dann oft die Vorteile.

Warum ich Zugfahren liebe:

-       Lesen und Lernen : im Gegensatz zum z.B. Fernbus geht das in der Bahn richtig gut. Manchmal nehme ich mir auch mit Absicht nur Lernzeug mit, weil ich mich in der Bahn dann zwangsläufig darauf konzentrieren muss. Wenn ich nämlich nur Lernsachen dabei habe, würde ich mich, wenn ich nicht lernen würde, ziemlich langweilen.

-       Schlafen : wenn ich alleine reise, schlafe ich nie im Zug, weil man nie weiß, was da noch für Leute rumlaufen. Mit mehreren Personen, ist es aber schon mal ganz schön, einfach mal zu dösen. Klar geht das im Fernbus auch, aber es ist nunmal auch ein Vorteil der Bahn.

-        Rumlaufen : wenn ich stundenlang Zugfahre, muss ich zwischendurch aufstehen und mich bewegen. Dann laufe ich die Gänge auf und ab und gucke mir den Zug an. Das ist für mich nicht nur unterhaltsam, sondern auch einfach wichtig, weil ich mehr als 3 Stunden am Stück sitzen ziemlich nervig finde.
-        Zeitvertreib : das soll jetzt nicht heißen, dass ich Bahn fahre, weil ich Langeweile habe, sondern eher, dass die Zeit im Zug schnell rumgeht. Im Zug kann ich die Landschaft beobachten, mir die Leute im Abteil anschauen oder, wie schon erwähnt, einfach schlafen. Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, geht das nicht. Zwar ist das schneller, aber keinesfalls entspannter!

-       Leute : natürlich gibt es in der Bahn oft Leute, die ich lieber nicht getroffen hätte, aber es tritt auch oft das Gegenteil ein. Ist es nur ein Rentner, mit dem ich mich nett über Studieren unterhalten habe, oder auch Freunde, mit denen ich gemeinsam über sechs Stunden unterwegs war. Das ist in der Bahn einfach schön zusammen. Und sei es auch nur jemand, der hilft, den Koffer auf die Gepäckablage zu legen, ist das auch schön. Es gibt heutzutage so viele unfreundliche Menschen, da ist es schön, im Zug auch das Gegenteil zu erleben.

-        Zuverlässig : jaja, jetzt kommt das Verspätungsargument, was ich selbst ausführlich beschrieben habe. ABER beim Zugfahren hat man, wenn es keine Probleme gibt, wirklich eine Zuverlässigkeit, dass man ziemlich pünktlich und sicher am Ziel ankommt. Nur Fliegen ist sicherer als Zugfahren und weil das im Inland ja nicht wirklich sinnvoll ist, ist Zugfahren was das angeht eine gute Alternative.

-        Umweltfreundlich : wie wohl alle öffentlichen Verkehrsmittel ist auch das Bahnfahren umweltfreundlich. Wie das im Vergleich zu den anderen ist, weiß ich gar nicht, aber trotzdem fand ich es wichtig, erwähnt zu haben ;)


Ihr seht schon, ich kann mich nicht entscheiden, ob ich Zugfahren mag, oder nicht. Es hat sich bei mir auf den vielen Fahrten eine Hassliebe entwickelt, die zurzeit aber sogar eher eine positive Einstellung ist.
Wie seht ihr das? Fahrt ihr gerne mit der Bahn?

Eure Sophie


Liebster Award - ich wurde nominiert!





Vor kurzem erreichte mich bei facebook eine Nachricht: die liebe Isabel vom Blog immerwoanders schrieb mir, dass sie mich für den Liebster Award nominiert!
Ich war total überrascht. Vorher hatte ich ihren Blog ab und zu mal besucht und von dem Liebster Award noch nie gehört, deswegen war die Freude über die Nominierung umso größer. Ich bin Isabel also sehr dankbar dafür :D 

Ihr fragt euch bestimmt, was der Liebster Award ist? Naja, das ist ein Award, der dazu erfunden wurde, um Blogs zu vernetzen. Jedenfalls bekommt jeder, der nominiert wurde, 11 Fragen gestellt, die er (oder sie :D) beantworten muss. Dann verlinkt man in seinem Post denjenigen, der einen nominiert hat, und stellt dann selbst wiederum 11 Fragen an 3 bis 11 Blogger, die man selbst nominiert hat und so weiter... Tja, jedenfalls finde ich das Konzept vom Liebster Award richtig toll und freue mich, dafür nominiert worden zu sein.


Und nun mal zu den Fragen, die ich von Isabel gestellt bekommen habe:

1.       Was motiviert dich zum bloggen?

Mit dem Bloggen angefangen habe ich schon vor drei Jahren, damals aber auf einem eher privaten Blog ohne wirklichen Plan. Ich fand es aber trotzdem immer schön, nette Kommentare zu bekommen und meine kreativen Projekte mit anderen Menschen teilen zu können. Und deswegen habe ich im Dezember 2015 diesen Blog hier erstellt. Diesmal wollte ich aber eine größere Bandbreite zeigen, denn mein Leben ist ja viel mehr als nur Kreativität. Und dann hat irgendwann alles seinen Lauf genommen. Ich mag gerne schreiben, fotografieren und reisen, kochen, kreativ sein und lesen und irgendwie konnte ich das alles hier vereinen. Weil mir das alles so viel Spaß macht und ich nettes Feedback bekomme, bin ich immer wieder neu motiviert zum bloggen.

2.       Folgst du allen Blogs, die dir folgen – aus reiner Höflichkeit- oder folgst du lieber nur denen, die dir wirklich gefallen?

Ich muss zugeben, dass ich hier auf dem Blog nur wenige Follower habe, aber alle, die mir folgen, denen folge ich auch. Das hat aber nichts mit Höflichkeit zu tun, sondern ich folge ihnen, weil ich ihre Blogs richtig schön finde. Außerdem folge ich auch vielen Blogs, die mir nicht zurückfolgen. Ich denke, das sollte jeder für sich selbst entscheiden!

3.       Wenn du irgendwo auf der Welt leben könntest, wo wäre es?

Die Frage finde ich ziemlich schwierig. Spontan würde ich sagen : „nicht in Deutschland, das ist mir zu langweilig“, aber wenn ich so weiter darüber nachdenke, haben wir es ja doch ganz schön hier... Was mir aber besonders gefallen hat, war Norwegen. Das könnte ich mir vielleicht sogar vorstellen. Aber ich denke, wenn ich mir wirklich sicher wäre, wüsste ich es auch zu 100 Prozent. So halte ich mich erstmal an das Reisen und schaue, was so auf mich zukommt.

4.       Planst du deine Reisen bis ins kleinste Detail oder bist du eher der spontane Typ?

Leider gehöre ich zur ersten Sorte. Naja, was heißt leider? Ich liebe es, Dinge zu planen und zu organisieren. Alles soll möglichst effektiv sein und ich möchte natürlich immer möglichst viel sehen. Wenn dann aber etwas nicht so klappt, wie ich das möchte, kann ich aber auch spontan sein. Manchmal ist es ja auch schöner, wenn sich ganz unerwartet schöne Dinge auftun, die man mit einem strikten Plan nicht erlebt hätte.

5.       Wenn du die Wahl hättest, würdest du eher surfen oder einen exotischen Tanz lernen wollen?

Auf jeden Fall surfen! Ich hab zwar noch nie wirklich darüber nachgedacht, aber ich fände es schon ziemlich cool, surfen zu können. Irgendwie bin ich auch eher nicht so ein Tanzmensch. Und exotische Tänze... ich weiß nicht. Dann auf jeden Fall surfen, aber natürlich nur da, wo es schönen weißen Sandstrand, türkise Wellen und Palmen gibt :D

6.       Nenne drei deiner Lieblingsorte, wo du schon warst

New York: das muss auf jeden Fall an erster Stelle stehen! Ich war im Juni für ein paar Tage dort (da habe ich auch schon einige Posts drüber geschrieben) und will auf jeden Fall wieder zurück!
Kopenhagen: da war ich auch erst vor kurzem, jetzt gerade in den Sommerferien. Die Stadt ist einfach wunderschön und als Nordkind ist es auch toll mit dem ganzen Wasser in der Stadt, ein bisschen wie Hamburg :D
Pisa: Ich kann gar nicht genau sagen wieso, aber irgendwie finde ich Pisa toll. Ich war letztes Jahr im Herbst dort und mir hat die Atmosphäre und allgemein die Stadt einfach richtig gut gefallen.

7.       Pizza oder Pasta?

Pasta, definitiv. Nicht, dass ich Pizza nicht mag, aber irgendwie... Pasta. Vor allem kann man mit Nudeln auch viel mehr anfangen, z.B. überbacken, anbraten oder normal kochen. Und dann gibt es natürlich viele verschiedene Soßen, viele verschiedene Formen und irgendwie schmecken sie mir auch besser.

8.       Was ist das außergewöhnlichste Gericht, was du im Ausland je gegessen hast?

Außergewöhnlich ist schwer. In Polen habe ich mal Erdbeereis mit Rosmarin gegessen, das war lecker, ansonsten fällt mir gar nichts ein...

9.       Wer oder was hat dich in deinem Leben am meisten geprägt?

Ich arbeite seit ich 13 bin bei der Lokalzeitung meiner Stadt, habe einige Erfahrungen machen dürfen und werde nun auch beruflich in die Richtung gehen. Ich denke damals war mir das noch nicht so klar, aber heute kann ich schon sagen, dass ich seit ich für die Zeitung arbeite, wirklich weiß, was mir liegt und was mir Spaß macht.

10.   Was ist dein Lieblingszitat und warum?

„Some infinities are bigger than other infinities“- John Green in The fault in our stars. Ich weiß nicht, ob ihr das Buch gelesen habt, ich möchte auch ungern spoilern, aber ich finde dieses Zitat wichtig und schön. Es zeigt, dass man nie weiß, wie lange etwas anhält und ich finde, es sagt auch aus, dass man den Moment genießen sollte.

11.   Was sind deine Wünsche für die Zukunft?

Viele Länder sehen, mehr Leser für meinen Blog und später nochmal berühmt werden (eher unwahrscheinlich :D)

So, jetzt habt ihr ganz viel über mich erfahren, ich habe aber natürlich auch ein paar Blogs nominiert, die ich toll finde:

Ich nominiere:

Kerstin von Altmuehltaltipps – ihr Blog dreht sich rund um Tipps zum Altmühltal (wie der Titel schon sagt), ich finde es wirklich toll, wie sie die ganzen Sehenswürdigkeiten dort beschreibt. Seit Neustem hat sie auch die Kategorie Lifestyle&Home, in der ich auch in naher Zukunft mal einen Gastbeitrag schreiben werde... 

Nicole von Bluetenschimmern – sie deckt auf ihrem Blog ähnliche Themen wie ich ab: Travel, Food, Run&Fit und Fashion, also auf jeden Fall ein total sehenswerter Blog. Ich mag ihre Rezepte gerne und auch in der Kategorie Travel klicke ich gerne mal umher. Außerdem wohnt Nicole in Flensburg, also auch ein Nordlicht wie ich :D

Ines von SixSights – bei Ines stehen Lifestyle und Beauty im Vordergrund, eigentlich nicht so interessant für mich, aber ihre Texte sind echt schön geschrieben. Ich finde es hingegen immer toll, wenn ich einen neuen Reisebericht von ihr lesen kann und würde mich freuen, wenn die Kategorie DiY bald etwas aktiver wird (vielleicht bald durch einen Gastbeitrag von mir :D)






Meine Fragen an euch:


1. Wie lange besteht dein Blog schon und warum hast du angefangen zu bloggen?

2. Welche Länder hast du alle schon bereist und welches war das schönste?

3. Was war die schönste Erfahrung die du bisher auf einer Reise gemacht hast?

4. Wohin wolltest du schon immer Reisen?

5. Welcher Blog gefällt dir am besten und warum?

6. Legst du bei deinem eigenen Blog mehr Wert auf die Bilder oder auf die Texte und warum?

7. Wie oft und regelmäßig bloggst du?

8. Was ist dein Lieblingsgericht und warum?

9. Bist du gerne kreativ und machst Dinge selber, wenn ja, wieso?

10. Lebst du irgendeinen besonderen Lifestyle? (vegan, minimalistisch, no waste etc.) Bzw. wenn nicht, was hältst du von solchen Lifestyle?

11. Wenn du die Wahl hättest, dir irgendetwas zu wünschen, was in Erfüllung geht, was wäre es?







Hier noch einmal die Regeln für den Liebster Award:



1.  Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog dieser Person in deinem Beitrag

2.  Beantworte die 11 Fragen, die du von dem Blogger, der dich nominierte, gestellt bekamst

3.   Nominiere  3 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award (am besten schreibst du sie vorher an, ob sie mit einer Nominierung einverstanden sind)

4.  Stelle eine Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen

5.   Schreibe diesen Leitfaden in deinen Artikel zum Liebster Award, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen

6.   Informiere deine nominierten Blogger über die Nominierung und deinen Artikel

Liebe Grüße,



 

New York - 9/11 Memorial: 15 Jahre nach den Anschlägen

Es jährt sich heute zum 15. Mal. Der Anschlag auf das World Trade Center am 9. September 2001. Fünfzehn Jahre ist es her, dass die beiden Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Center flogen und dadurch rund 3000 Menschen töteten.
Ich habe ja schon einen Post zu dem neuen One World Trade Center geschrieben, diesmal möchte ich euch das Mahnmal, das 9/11 Memorial vorstellen, das an die Opfer der Anschläge erinnern soll. Es ist aber nicht nur für die Opfer von 2001, sondern auch für die des Bombenanschlags von 1993 gedacht. 


Herzstück des Memorials sind zwei große Wasserbecken. Sie haben eine Umrandung, auf der alle Namen der Getöteten eingefräßt sind, bei der Führung, an der ich teilgenommen habe, erklärte unser Führer Dave das Prinzip dieses Memorials. Wenn man direkt an dem Wasserbecken steht, sieht man das Wasser in Wasserfällen herabfließen in ein zweites Becken, in das ebenfalls Wasserfälle fließen. Von diesem Becken kann man den Grund nicht sehen, das ist aber gewollt. Unter den eingefräßten Namen ist eine eingefasste Rinne, durch die auch Wasser läuft. Dave erklärte, dass Angehörige oder Besucher, die den Getöteten ihren Respekt und ihre Trauer zeigen wollen, ihre Finger mit diesem Wasser befeuchten und dann über die Namen streichen können. Ich finde, dass das eine wunderschöne Idee ist. Die Gedenkstätte selbst heißt übrigens Reflecting Absence, das heißt ungefähr „Nachdenken über das, was fehlt“. Es steht für die vielen Opfer, die nicht nur in den Türmen gearbeitet haben, sondern auch Rettungskräfte und freiwillige Helfer waren, aber auch für das reflektierende Wasser. 

Dave führte meine Gruppe dann weiter über das Gelände. Es ist unglaublich, zu sehen, wie viele Besucher dort sind, aber das finde ich sehr positiv: es sollte niemals vergessen werden, was 2001 dort passiert ist! Ich würde auch jedem, der dort hingeht, empfehlen, eine Führung zu buchen. Es war einfach unglaublich, was Dave erzählt hat, der selbst in einem der Bürogebäude gearbeitet, viele Kollegen verloren und nur mit Mühe sich gerettet hat. So eine emotionale Geschichte bekommt man von vielen über das Gelände führenden Personen zu hören, denn alle, die diese Führungen ehrenamtlich machen, haben irgendeine Verbindung zu 9/11. Ob sie wie Dave in dem WTC gearbeitet haben, oder Helfer waren – alle haben eine ganz besondere Geschichte zu erzählen.
Bei der Führung konnten wir auch den neuen Bahnhof besichtigen. Innen ist er komplett mit weißem Marmor ausgekleidet, sieht unglaublich edel aus und von außen erinnert er an Flügel, die sich in die Luft strecken. Die Station heißt übrigens „Trade Center Transit Hub“, und hat doppelt so viel gekostet und doppelt so lange gedauert zu bauen, wie ursprünglich geplant war. Hamburger können darüber ja aber nur lachen, wenn man die Elbphilharmonie betrachtet :D Jedenfalls ist es eine unglaubliche Atmosphäre dort unten. Es ist fast still, kühl und unglaublich hell durch das weiße Marmor. Auch von außen sieht der Bahnhof einfach surreal aus, aber auch einfach unglaublich.


Nach der Führung ging es für einen kurzen Blick dann noch in das 9/11 Memorial Museum. Dafür muss ich mir beim nächsten Mal aber definitiv mehr Zeit nehmen.
Wer einmal in New York ist, sollte das 9/11 Memorial unbedingt einmal besuchen. Ich denke, dass man die Anschläge nie vergessen sollte und dass das Gelände allgemein auch sehr eindrucksvoll ist. Für mich war es eines der prägendsten Erlebnisse in New York. 

Habt ihr das Memorial schon einmal gesehen?
Eure







New York - der Central Park als Flecken Natur in der Metropole

Nach vier Wochen Blogpause geht es jetzt wieder los! Diesmal möchte ich euch wieder einen wunderschönen und unbedingt sehenswerten Ort in New York vorstellen: den Central Park!
Mitten in der Stadt, im Zentrum von Manhattan, liegt der Park. Er ist mit einer Fläche von 3,4 km² unglaublich groß und bietet viel Platz für Spaziergänger, Jogger und Natur-Hungrige. Man findet den Park zwischen der 5th und der 8th Avenue, so ziemlich genau in der Mitte von Manhattan.
Ich hatte leider nicht die Zeit, durch den ganzen Park zu laufen (was bei einer Länge von über 4 Kilometern und einer Länge von fast 900 Metern auch eine Weile gedauert hätte), möchte euch aber natürlich ein paar Bilder nicht vorenthalten.
Eine wohl bekannteste Wiese im Central Park ist die sogenannte „Sheep Meadow“. Schafe gibt es da nicht, dafür ist sie aber so ziemlich die größte Wiese dort und viele Menschen sitzen dort, sonnen sich oder spielen z.B. Frisbee. Die Sheep Meadow ist irgendwie ein ziemlich schöner Ort, denn dort kann man direkt die Verbindung von Stadt und Natur sehen. Auf einer großen Rasenfläche sitzend mit Bäumen im Hintergrund kann man einige größere Gebäude gut erkennen und teilweise sogar die Reklametafeln lesen. 


Wenn man weitergeht, läuft man wie in einem Wald, nur eben auf einer asphaltierten Straße und mit vielen anderen Menschen. Für sich alleine ist man im Central Park eigentlich nie, die Natur kann man aber natürlich trotzdem genießen.
Im Park gibt es einige Seen, auf einigen kann man Ruder- oder Tretboot fahren. Hier sieht man im Hintergrund auch noch die Zwillingstürme vom San Remo, einem Luxus-Apartementkomplex. 


Wer sich übrigens nicht zu Fuß oder mit dem Rad im Central Park fortbewegen möchte, kann sogar Kutsche fahren. Im Somm



er fahren viele, buntgeschmückte Pferdekutschen durch den Park, ebenso wie Fahrrad-Rikschas.


Neben den Dingen, die ich gesehen habe, gibt es im Central Park natürlich noch einiges mehr, zum Beispiel das Belvedere Castle mit einer tollen Aussicht, einige Terassen, Springbrunnen, Teiche, Bäche und Brücken.


Den Titel „Grüne Lunge von New York“ hat der Park meiner Meinung nach auf jeden Fall verdient. Wer nach dem Großstadtrummel mal etwas Pause braucht findet dort garantiert einen schönen Platz zum entspannen.
Eure
 

New York - Times Square



Leuchtreklame, flimmernde Bildschirme und Menschenmassen wohin das Auge reicht: das ist der Times Square in New York.
Naja, nicht ganz. 


Der Times Square ist nämlich eigentlich eine Straßenkreuzung. Normalerweise verlaufen die Straßen in New York schnurgerade, aber am Broadway und der Seventh Avenue ist das nicht so, weil der Broadway nicht gerade verläuft. So hat sich dort dann ein Platz gebildet, der Times Square. Er heißt übrigens so, weil da ein Gebäude ist, das von der Zeitung New York Times genutzt wird.


Mit den Jahren haben sich am Times Square immer mehr Reklametafeln angesiedelt, jetzt findet man dort unzählige, riesige Bildschirme voll mit Werbung und Nachrichten.
Der Times Square ist übrigens vollständig zur Fußgängerzone gemacht worden. Deswegen ist es dort auch unglaublich voll. Straßenkünstler zeigen ihr Können, Touristen fotografieren und einige Restaurants haben Tische und Stühle draußen stehen. Außerdem gibt es eine große Tribüne, von der aus kann man das ganze Geschehen unter und um sich beobachten.


Ich finde der Times Square ist mit seiner ganzen Reklame etwas total unglaubliches. Ich habe noch nie so viel Werbung an einer Stelle gesehen, noch nie so viele Lichter auf einmal und noch nie so viele Menschen, die einfach nur nach oben gucken und staunen.
Auf die Dauer ist es aber schon anstrengend, sich am Times Square aufzuhalten, ich finde nämlich dass diese ganzen wechselnden Bilder die Augen irgendwann überfordern. Aber dennoch war der Times Square etwas ganz besonderes für mich. Ich finde, dass er irgendwie so das Bild, das man von den USA hat, repräsentiert. Alles ist schrill, laut und größer als es eigentlich geht. 

Wenn ihr zum Times Square geht, würde ich euch das unbedingt am frühen Abend empfehlen, dann wirkt die Leuchtreklame noch eindrücklicher. 
Voll ist es dann aber trotzdem :D