Buchempfehlung Davonfliegen



Es sind schreckliche Geräusche, die Anna aus dem Nachbarhaus hört und noch schrecklichere Dinge, die sie durch die Hecke im Nachbargarten sieht. Die Familie, die gerade neu dort eingezogen ist, erscheint zwar auf den ersten Blick ganz normal, Vater, Mutter, Tochter, doch Anna bekommt schnell mit, dass etwas nicht stimmt. 



Immer öfter hört sie die Tochter der Familie, Charlie, schreien, sieht, wie sie vor ihrem Vater wegrennt und entdeckt Bisswunden und schwarzblaue Flecken auf der Haut des Mädchens. Und an einem Abend erträgt sie es nicht mehr. Nach mehreren Anrufen beim Jugendamt schnappt Anna sich das Mädchen und flieht mit ihr in die Berge, außerhalb der Zivilisation. Dort will sie erstmal nur für eine Weile untertauchen und abwarten. Das war jedenfalls der erste Plan…

Der Roman „davonfliegen“ von Sarah Armstrong spricht ein Thema an, das immer noch viel zu sehr tabuisiert wird. Immer noch wird vor häuslicher Gewalt die Augen verschlossen und abgewinkt, wenn es um das Ausmaß geht. Umso sehr geht es unter die Haut, zu lesen, wie Anna durchgreift und sich bemüht, zu helfen. Die Geschichte von Anna und Charlie ist wundervoll und traurig zugleich. Denn auch wenn Anna mit ihrer Flucht Charlie im ersten Moment hilft, ist es dennoch Kindesentführung, was sie tut und obwohl es so richtig scheint, wirklich verboten. 

Beim Lesen von „davonfliegen“ wurde dieser Konflikt besonders deutlich und Sarah Armstrong hat ein Buch geschrieben, das die Thematik sanft und doch mit der nötigen Dringlichkeit herüberbringt. Das Lesen fällt leicht, die Sprache ist einfach und schön, es kommen nur immer wieder Gedanken über den Hintergrund des Buches. 

Ich kann „davonfliegen“ auf jeden Fall weiterempfehlen, ein schönes Buch mit traurigem Thema, das dennoch oder vielleicht gerade deswegen unbedingt lesenswert ist!

Hier der Link zum Buch:

Bestickte Geburtstagskarte




Lang, lang ist´s her, da habe ich hier regelmäßig gepostet. Das soll ab sofort auch wieder losgehen! Ich habe in meiner Zeit in Neuseeland zwar nicht allzu viele kreative Dinge produziert, aber ich kann noch einige ältere Projekte mit euch teilen.
Für eine Freundin habe ich zum 18. Geburtstag zum Beispiel diese bestickte Geburtstagskarte gebastelt!

Handgeschriebene Karten sind doch etwas Schönes. Noch lieber mag ich es, wenn diese Karten mit viel Mühe und Kreativität selbst gebastelt wurden. Da merkt man doch gleich, wie wichtig eine Person einem ist. Deswegen halte ich mich eigentlich fast immer an selbstgemachte Karten und versuche außerdem, mir immer wieder neue Muster und Techniken auszudenken. So ist es diesmal eine bestickte Karte geworden.


Für eine bestickte Karte braucht ihr:
Pappe in gewünschter Farbe und Größe
Stickgarn oder dünnes Baumwollgarn
1 spitze Nadel
1 Sticknadel
Gelstifte in gewünschten Farben (Silber, Gold)


Los geht es mit dem Stickmuster. Ich habe mich für die Karte für ein Einhorn entschieden, habe euch aber auch noch ein Stickmuster für einen Luftballon entworfen. Die könnt ihr ausdrucken oder selber – so wie ich – auf kariertes Papier aufzeichnen.



Habt ihr das Stickmuster, klebt ihr es vorsichtig mit ganz wenig Tesafilm auf die Pappe, aus der die Karte entstehen soll. 


Nun müsst ihr überall, wo die Punkte an den Rändern der Kästchen 
eingezeichnet sind, Löcher stechen. Dadurch werdet ihr später das Garn ziehen.


Habt ihr die Karte durchlöchert (am besten habt ihr ein Stück Filz als Unterlage genutzt, nehmt ihr das Stickgarn zur Hand, fädelt es durch die stumpfe Sticknadel und stickt dann im Kreuzstich das Muster nach. 




Ist das Muster fertig, verklebt ihr die Fäden auf der Rückseite. Ihr könnt dann nochmal ein Stück Pappe dahinter kleben, dann sieht man gar keine Fäden mehr.


Zur Verzierung habe ich einen goldenen Stift, sowie einen silbernen Gelstift genutzt. Zum Schluss muss alles nochmal trocknen und dann müsst ihr die Karte natürlich noch schreiben 😉
Viel Spaß beim Nachbasteln!