Buchempfehlung: Mit dem Wind

Warum auf bekannten Pfaden gehen, wenn man den Wegen der Natur folgen kann? Der britische Journalist und Reiseschriftsteller Nick Hunt hat sich auf den Weg gemacht, den Wind zu entdecken. Seine Erlebnisse schildert er in seiner Reisereportage "Mit dem Wind".

 Auf Pfaden, die so nicht in Wanderführern stehen, durch Nordengland und die Alpen, entlang der Adriaküste und an den Ufern der Rhone ist er unterwegs auf der Suche nach dem Wind. Wo andere lieber die Flucht ergreifen stürzt er sich mitten hinein. In die Stürme und Windböen in die seichten Lüfte und lauen Brisen. 

 


 

Auf seinem Weg trifft Nick Hunt die Menschen, für die die Winde zum Leben dazugehören. Meteorologen und Schäfer, Segler und Museumsbesitzer. Sie alle haben sich der Naturgewalt ausgesetzt, sie leben mit den unsichtbaren Kräften der Winde.

In seinen Reiseberichten schildert Nick Hunt hautnah und spannend seine Jagd nach den Winden. Seine Erzählungen sind ergreifend und spannend und lassen den Leser in die Welt der Winde eintauchen. Seine Begegnungen sind faszinierend, seine Erlebnisse teilweise nahezu unglaublich.

Wer „Mit dem Wind“ gelesen hat, wird merken: Wind ist nicht nur Wind. Ob am Atlantik oder am Mittelmeer, in den Alpen oder in England – auch wenn es sich überall nur um Bewegungen der Luft handelt, sind es doch feine Nuancen oder kräftige Brisen, die jeden Wind zu etwas Besonderem machen. Und ebendiese Botschaft, verpackt in seinen spannenden Reisebericht vermittelt Nick Hunt.

Mit dem Wind“ ist ein unkonventioneller Reisebericht mit einer ganz eigenen Idee, die fesselt und zugleich Wissen vermittelt. Definitiv lesenswert!



Buchempfehlung "Das Universum steht hinter dir"




Positive Gedanken und Motivation tun gut. Egal ob man gerade in einer guten oder einer schlechten Phase ist – es ist doch immer gut zu wissen, was doch alles gut läuft und was man schon so alles geschafft hat. Nur mir persönlich passiert es auch oft, dass ich positive Dinge vergesse und später nur das Negative im Gedächtnis bleibt. Damit das aber nicht mehr so oft passiert, habe ich in 2020 angefangen, ein Journal zu schreiben. 


Das Journal ist eine Art Tagebuch, aber irgendwie auch nicht. Im Prinzip ist es ein Notizbuch um Dinge festzuhalten, die einem wichtig sind, die man nicht vergessen möchte, oder die einfach nur schön sind. Das Journal, das ich dafür nutze ist das „Das Universum steht hinter dir" Journal  von Gabrielle Bernstein.


Dieses Journalbook ist wunderschön aufgemacht. Viele Illustrationen auf den Seiten sorgen für Auflockerung – wer mag kann viele auch ausmalen – und immer wieder stehen schöne Sprüche oder Zitate auf den Seiten. Das Ganze überlastet das Journal aber nicht so sehr, dass man nicht seine eigenen Gedanken festhalten kann, vielmehr sind sie zusätzliche Denkanstöße und ich empfinde das Ganze als Bereicherung. 


Für mich ist das Journal auch sehr praktisch, da ich nicht so besonders kreativ bin wie andere und es mir viel zu viel Aufwand wäre, die Seiten schön zu verzieren, dass ich sehr froh bin, dass das ganze Journalbook sehr schön gestaltet ist. 





Übrigens: wer nicht weiß, was und wie er sein Journal gestalten soll: schaut euch mal YouTube Videos dazu an, es gibt Massen davon! Und wer wie ich gerne schon ein Konzept vorgegeben bekommt, dem kann ich „Das Universum steht hinter dir“ definitiv empfehlen!

Buchempfehlung Weiter Himmel - Stille Wege

Von der kleinen Kirche auf einer schwedischen Insel über Klöster zu Wallfahrtsorten. Es sind spirituelle Plätze, Orte von religiöser Bedeutung und die nordische Landschaft, die Sibylle Hardegger beim Pilgern durch Nordeuropa erlebt. Ihre Erlebnisse schildert die Autorin in „Weiter Himmel– stille Wege.“




Auf den Spuren des heiligen Olavs und der heiligen Brigitta war sie auf ihrer Reise unterwegs und erzählt, was sie erlebt hat. Ihr Reisebericht, der nicht nur ein solcher, sondern vielmehr ein umfassender Einblick in die Religion, die Natur und die Menschen des Nordens ist, ist zugleich eine faszinierende und lehrreiche Lektüre. 

Wenn Sibylle Hardegger von den kunstvollen Ornamenten und Bildern in winzigen Kirchen erzählt, wird deutlich, dass sie weiß, womit sie sich befasst. Manche Schilderungen sind sehr detailliert, dafür sind aber einige Bilder und Reiseerlebnisse umso schöner. Einige Sachtexte informieren über die Heiligen des Nordens ebenso wie Kultur und Geschichte der Wallfahrtsorte, Klöster und Architektur. In Norwegen liegt der Fokus auf dem Olavsweg, der von Oslo bis nach Trondheim führt, in Schweden hat Sibylle Hardegger den Schwerpunkt auf die heilige Brigitta in Vadstena und den heiligen Erik in Uppsala gelegt, während es in Finnland der heilige Henrik und die Insel Kirkkokari und in Island Mariulind auf Snaefellsnes sind. 

Gerade der Norden wird immer mehr zum Ziel für Pilger, der Olavsweg erfreut sich steigender Beliebtheit. Laut Sibylle Hardegger liegt dies zum einen an dem wachsenden Interesse am Pilgern, aber auch an der beeindruckenden Landschaft Nordeuropas.

In ihrem Buch beschreibt die Autorin sachlich und meist fesselnd zugleich die Pilgerwege des Nordens und zeigt somit auch Pilgerziele, die vielen Mitteleuropäern (noch) nicht ganz so bekannt sind. Durch die Mischung aus persönlichen Erlebnissen und Informationen ist „Weiter Himmel – stille Wege“ nicht nur ein Pilgerführer, sondern auch eine Lektüre für die Zeit daheim. Wer allerdings konkrete Reiserouten und Pilgertipps sucht, sollte eher zu einem Wanderführer greifen – „Weiter Himmel – stille Wege“ ist eher für die Hintergrundinformationen und die spirituelle Einstimmung gut.

Buchempfehlung "Lagom. Die schwedische Art der Achtsamkeit"


Nicht zuviel, nicht zu wenig, einfach genau das richtige Maß. Was auf Deutsch eine lange Umschreibung benötigt, hat in Schweden ein eigenes Wort: "lagom".

Es bedeutet in etwa "gerade richtig viel" oder auch "einfach besser" und ist eines der skandinavischen Wörter, das es zu einem Trend gebracht hat.



Nach dem dänischen "hygge" ist nun "lagom" beliebt, allerdings ist uns Deutschen vermutlich gar nicht wirklich bewusst, welches Ausmaß "lagom" annehmen kann. In "Lagom. Die schwedische Art der Achtsamkeit" versucht Radio- und Fernsehjournalist Göran Everdahl das Phänomen zu erklären.

Ob bei der Mülltrennung, der Ernährung, der Mode oder einfach nur bei der Milch - Göran Everdahl zeigt viele verschiedene Bereiche auf, in denen die Schweden einen idealen Mittelweg, eine Lagom-Lösung gefunden haben.

Mit Humor, einigen interessanten Fakten und niedlichen Illustrationen ist das Buch eine interessante Kombination aus Wissen und Unterhaltung. Schließlich wollte doch jeder schon einmal wissen, was das isländische Wort "Hoppípolla" bedeutet, oder? (Es beschreibt übrigens das In-Pfützen-Springen...)

Obwohl manche Beispiele etwas erzwungen werden, ist es doch faszinierend zu sehen, wie in Schweden "lagom" gelebt wird und sich vielleicht auch selbst ein Beispiel daran nehmen zu können. Schließlich ist es doch angenehm, nicht immer nach Extremen zu streben, sondern einfach das zu tun, was wirklich notwendig ist und es eben etwas "lagom" anzugehen.

Ich kann "Lagom. Die schwedische Art der Achtsamkeit" wirklich empfehlen!

Viel Spaß beim Lesen,