Mega-Fluffiger Mohn-Swirl-Kuchen *vegan*


Ganz ehrlich: so einen fluffigen Kuchen habe ich noch NIE gegessen! Sonst ist Kuchen ja immer entweder sandig, saftig oder pappig, aber der hier… MEGA-FLUFFIG!!!


Eigentlich wollte ich nur ein neues Rezept ausprobieren und habe bei Chefkoch ein bisschen rumgesucht. Weil ich aber keinen Rührteig gefunden, der vegan war UND lecker klang, habe ich einfach selber einen Teig improvisiert und rausgekommen ist der fluffigste Kuchen, den ich je gegessen habe!
Weil ich zurzeit eine dezente Mohn-Sucht habe :D (Nein, wirklich, ich mag zurzeit alles, wo Mohn drin ist total gerne), habe ich natürlich auch Mohn reingetan und herausgekommen ist der Kuchen hier.


Superfluffiger Mohn-Swirl-Kuchen für eine 30cm Kastenform:

260 g Mehl
1 Paket Backpulver
150 g Sojamilch (für Nicht-Veganer einfach normale Milch)
135 g Margarine
80 g Zucker
20 g Mohn
1 Eiersatz (oder ein Ei für Nicht-Veganer)
Schokotröpfchen nach Geschmack

Zuerst rührt ihr den Eiersatz (bei mir 2 El Sojamilch mit 1 El Wasser) an und stellt ihn zur Seite. Dann schlagt ihr die Margarine und den Zucker mit dem Handrührgerät auf. Wer gerne süßen Kuchen mag, sollte auf jeden Fall mehr Zucker nehmen!!
Dann gebt ihr den Eiersatz dazu und rührt auch gleich schon Mehl und Backpulver dazu. Jetzt ist der Teig ziemlich krümelig, deswegen kommt dann die Sojamilch rein.
Jetzt teilt ihr den Teig und gebt ca. 2/3 in die mit Margarine eingefettete Backform und verstreicht den Teig gleichmäßig auf dem Boden.
Zu dem restlichen Teig gebt ihr den Mohn und die Schokotröpfchen und noch einen Schuss (ca. 1 EL) Sprudelwasser dazu und rührt alles nochmal gut durch. Dann verteilt ihr den Mohn-Teig auch in der Backform.
Für den Mohn-Swirl nehmt ihr eine Gabel und marmoriert die beiden Teige miteinander. Dafür stecht ihr die Gabel in den Teig und dreht sie einmal herum, das macht ihr überall, damit die Verteilung möglichst gleichmäßig ist.


Jetzt muss der Kuchen bei 180° Ober-Unter-Hitze ca. 50 Minuten backen. Macht zwischendurch immer mal die Stäbchenprobe und guckt nach der Bräunung!

Und wer jetzt sagt, es gibt noch fluffigeren, veganen Kuchen, der gibt mir bitte das Rezept :D
Viel Spaß beim Nachbacken,

Eure





Zugfahren - (M)eine Hassliebe

Zugfahren und ich – in den letzten Jahren hat sich da ein merkwürdiges Verhältnis entwickelt. Ich hasse Zugfahren, aber ich liebe es auch. Warum, das habe ich euch hier mal erklärt…
Warum ich Zugfahren hasse….
Der einfachste Grund sind wohl die Verspätungen. Ich kann mich außer ein, zwei Fahrten nicht daran erinnern, dass ich je keine Verspätung hatte, als ich mit der Bahn unterwegs war. Die Gründe dafür waren schon sehr unterschiedlich. Klar, ist es rückblickend ganz unterhaltsam, was man schon alles erlebt hat, aber wenn man gerade mal wieder im Zug festhängt ist es natürlich unglaublich nervig.

-        Störungen im Betriebsablauf : immer wenn diese Durchsage kommt, bin ich gleich genervt. Was soll denn das bitte schon wieder sein? Natürlich gibt es in jedem Betrieb mal Probleme, aber das kann man doch wohl etwas klarer formulieren! Ich glaube das ist wohl der geläufigste Grund für Zugverspätungen und ich habe auch schon regelmäßig davon profitieren können...

-       Zug fällt aus : dann natürlich an dem kleinsten Bahnhof, der bei mir in der Nähe ist, bei Sonne und 30 Grad und ohne Schatten. Da freut man sich immer über die Bahn, genauso, wie wenn man unbedingt pünktlich irgendwo sein muss und der Zug dann plötzlich nicht fährt.

-       Wetterprobleme : da hatte ich auch schon zwei verschiedene Sachen. Natürlich kann da die Bahn selbst nichts für, aber trotzdem ist das ein Grund, warum ich Zugfahren hasse, weil es im Auto nicht passiert. Einmal war ein Baum auf den Gleisen, zu Glück wurde nur noch abtransportiert und es ging schnell weiter, aber Verspätung hatte ich natürlich trotzdem. Und das beste: wusstet ihr, dass Züge bei Gewitter manchmal anhalten? Ich jedenfalls nicht, bis ich es selbst erlebt habe. Wegen Blitz-Gefahr stand ich dann mitten im Nirgendwo und nichts hat sich bewegt, bis das Gewitter vorbeigezogen war.

-       Ärztlicher Notfall : ich wünsche wirklich niemandem, im Zug ärztliche Hilfe zu benötigen. Zum einen ist das natürlich sowieso nicht schön, einen Arzt zu brauchen und dann kann sich das meist auch um Stunden handeln, insbesondere, wenn kein ordentlicher Bahnhof in der Nähe ist. Dass man selbst dann im warmen Abteil total überhitzt, ist für die Bahn dann eher zweitrangig. Immerhin war das das einzige Mal, dass ich eine Entschädigung anfordern durfte!

-       Polizeieinsatz : Unterlüß ist ein ziemlich kleiner Bahnhof, da ist nichts los, und plötzlich kommen drei Polizisten in dicken, kugelsicheren Westen unter ihren signalgelben Jacken mit einem Zugbegleiter über den Bahnsteig und steigen in den Zug ein. Dann die Durchsage, dass ein Polizeieinsatz im Zug stattfindet. Das fand ich besonders schlimm. Nicht wegen der Verspätung, sondern wegen dieser Ungewissheit. Nur ein Abteil weiter sind die Polizisten reingegangen und ich hatte keine Ahnung, ob es nur ein Schwarzfahrer, ein Betrunkener oder ein Attentäter war. Das war wirklich nicht schön…

Neben den Verspätungen hat das Bahnfahren natürlich noch einige andere Nachteile, die mir überhaupt keinen Spaß machen.
-        Der Ticketpreis : wusstet ihr, dass die Tickets, je später man sie bucht, teurer werden? Ich jedenfalls nicht, bis ich es selbst schmerzlich erfahren musste. Seitdem buche ich schon länger im Voraus oder fahre mit Wochenend- oder Verbundtickets.
-         Die Leute : ob es das schreiende Baby ist, wenn man schlafen will oder die zwei Typen, die sich laut unterhalten. Was den Lärm angeht, ist das im Zug oft besonders nervig. Besonders blöd ist es auch, wenn vor dir übel riechende Leute, neben dir Betrunkene oder Leute mit großem Gesprächsbedarf sitzen. Zum Glück kann man manchmal einfach aussteigen und ein Abteil weiter wieder einsteigen ;)

Jetzt habe ich hier die ganzen Nachteile aufgezählt, muss aber erwähnen, dass ich mindestens einmal die Woche mit der Bahn unterwegs bin. Da überwiegen dann oft die Vorteile.

Warum ich Zugfahren liebe:

-       Lesen und Lernen : im Gegensatz zum z.B. Fernbus geht das in der Bahn richtig gut. Manchmal nehme ich mir auch mit Absicht nur Lernzeug mit, weil ich mich in der Bahn dann zwangsläufig darauf konzentrieren muss. Wenn ich nämlich nur Lernsachen dabei habe, würde ich mich, wenn ich nicht lernen würde, ziemlich langweilen.

-       Schlafen : wenn ich alleine reise, schlafe ich nie im Zug, weil man nie weiß, was da noch für Leute rumlaufen. Mit mehreren Personen, ist es aber schon mal ganz schön, einfach mal zu dösen. Klar geht das im Fernbus auch, aber es ist nunmal auch ein Vorteil der Bahn.

-        Rumlaufen : wenn ich stundenlang Zugfahre, muss ich zwischendurch aufstehen und mich bewegen. Dann laufe ich die Gänge auf und ab und gucke mir den Zug an. Das ist für mich nicht nur unterhaltsam, sondern auch einfach wichtig, weil ich mehr als 3 Stunden am Stück sitzen ziemlich nervig finde.
-        Zeitvertreib : das soll jetzt nicht heißen, dass ich Bahn fahre, weil ich Langeweile habe, sondern eher, dass die Zeit im Zug schnell rumgeht. Im Zug kann ich die Landschaft beobachten, mir die Leute im Abteil anschauen oder, wie schon erwähnt, einfach schlafen. Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, geht das nicht. Zwar ist das schneller, aber keinesfalls entspannter!

-       Leute : natürlich gibt es in der Bahn oft Leute, die ich lieber nicht getroffen hätte, aber es tritt auch oft das Gegenteil ein. Ist es nur ein Rentner, mit dem ich mich nett über Studieren unterhalten habe, oder auch Freunde, mit denen ich gemeinsam über sechs Stunden unterwegs war. Das ist in der Bahn einfach schön zusammen. Und sei es auch nur jemand, der hilft, den Koffer auf die Gepäckablage zu legen, ist das auch schön. Es gibt heutzutage so viele unfreundliche Menschen, da ist es schön, im Zug auch das Gegenteil zu erleben.

-        Zuverlässig : jaja, jetzt kommt das Verspätungsargument, was ich selbst ausführlich beschrieben habe. ABER beim Zugfahren hat man, wenn es keine Probleme gibt, wirklich eine Zuverlässigkeit, dass man ziemlich pünktlich und sicher am Ziel ankommt. Nur Fliegen ist sicherer als Zugfahren und weil das im Inland ja nicht wirklich sinnvoll ist, ist Zugfahren was das angeht eine gute Alternative.

-        Umweltfreundlich : wie wohl alle öffentlichen Verkehrsmittel ist auch das Bahnfahren umweltfreundlich. Wie das im Vergleich zu den anderen ist, weiß ich gar nicht, aber trotzdem fand ich es wichtig, erwähnt zu haben ;)


Ihr seht schon, ich kann mich nicht entscheiden, ob ich Zugfahren mag, oder nicht. Es hat sich bei mir auf den vielen Fahrten eine Hassliebe entwickelt, die zurzeit aber sogar eher eine positive Einstellung ist.
Wie seht ihr das? Fahrt ihr gerne mit der Bahn?

Eure Sophie


Buchempfehlung: Um Leben und Tod - ein faszinierender Medizinroman

Henry Marsh ist Neurochirurg, also ein Chirurg, der sich um Erkrankungen des Nervensystems spezialisiert hat. Er ist einer der besten Neurochirurgen Großbritanniens, hat zahlreiche Operationen vollbracht und die Schicksale vieler Menschen direkt beeinflusst. Ob diese nun ein Aneurysma, ein Karzinom oder ein Oligodendrogliom haben, in seinem Buch „Um Leben und Tod. Ein Hirnchirurg erzählt vom Heilen, Hoffen und Scheitern“ hat der Hirnchirurg zahlreiche seiner Fälle beschrieben.
Ich habe das Buch zufällig in der Bücherei gesehen und wegen des Titels in die Hand genommen. Mein erster Gedanke war, dass es ein Science-Fiction-Roman oder so etwas in der Art sei, bis ich dann den Klappentext gelesen und festgestellt habe, dass das ein Medizin-Roman ist. Normalerweise mag ich solche Bücher nicht lesen, weil sie mir zu langweilig, zu kompliziert oder zu belehrend sind. Aber was kann an Neurochirurgie schon belehrend sein? Das Buch habe ich dann einfach ausgeliehen und angefangen und ich muss sagen: es ist wirklich ein tolles Buch!


Henry Marsh schildert seine Erlebnisse als Neurochirurg, gescheiterte wie erfolgreiche Operationen. Er zeigt den schmalen Grat zwischen seinen Entscheidungen auf, die nicht nur auf dem Operationsrisiko, sondern auch auf den Angehörigen und seinen eigenen Erfahrungen beruhen. Mit seinem fesselnden Buch wird es auch „normalen Menschen“ deutlich, was für eine große Herausforderung es ist, Hirnchirurg zu sein, denn Henry Marsh lässt keine Details aus und bleibt dennoch spannend.
Neben seinen Beschreibungen der Operationen schildert der Hirnchirurg auch seinen Alltag im Krankenhaus, der ebenso wie riskante Eingriffe in das Gehirn turbulent und unvorhersehbar ist. Es ist chaotisch, dramatisch und lustig, wie Marsh seinen Alltag beschreibt und trotzdem bleibt er ernst genug, um das vermeintliche Tabu-Thema, die operativen Eingriffe am menschlichen Gehirn interessant zu schildern.
Ehrlich gesagt hätte ich niemals gedacht, je so ein Buch zu lesen. Dieses faszinierende Buch von Henry Marsh hat mich eines Besseren belehrt. Mit seiner Schreibkunst und seinen vielen Erfahrungen ist es eine unglaublich fesselnde Geschichte, die er über sein Leben als Hirnchirurg erzählt. Er geht mit Fehlern und falschen Entscheidungen offen um, was ihn und sein Buch für mich als Leserin sehr sympathisch macht. 


Genau aus all diesen Gründen würde ich das Buch auch einfach an jeden weiterempfehlen, der mal ein Buch zu einem etwas anderen Thema lesen möchte. Mein Genre sind normalerweise eher Krimis und Thriller und ab und an mal Romane, aber mir hat „Um Leben und Tod“ sehr gut gefallen.
Wer lieber in der Originalsprache liest: dort heißt das Buch „Do No Harm. Stories of Life, Death and Brain Surgery“.
Viel Spaß beim Lesen,
Eure



Nudeln Bolognese *vegan*


Ich liebe Nudeln. Außer Spaghetti, weil die irgendwie so kompliziert zu essen sind. Deswegen gab es bei mir am Wochenende auch keine Spaghetti Bolognese, sondern Fussilli Bolognese. Das kann aber jeder selbst entscheiden, deswegen habe ich das Rezept einfach Nudeln Bolognese genannt :D
Für die Bolognese-Sauce habe ich übrigens das Veggie-Hackfleisch von Lidl benutzt. Weil ich nicht allzu viel Zeit hatte, ist die Sauce ganz einfach zu machen und schmeckt aber trotzdem sehr gut.
Bevor ihr aber die Sauce macht, kocht ihr erstmal das Wasser auf, tut die Nudeln rein und kocht sie so weich wie ihr es mögt. 


Für die Sauce braucht ihr:
1 Paket Frische Champignons (optional)
1 Paket Veggie-Hackfleisch (200g)
1 Paket passierte Tomaten (500g)
1 El Tomatenmark
Gewürze (Chili, Paprika)
Kräuter (Basilikum, Petersilie)

Zuerst bratet ihr das Veggie-Hack an und gebt die Champignons dazu. Wenn alles rund 6 Minuten angebraten ist, löscht ihr das ganze mit den passierten Tomaten ab, gebt das Tomatenmark, die Gewürze und Kräuter dazu und lasst alles bei niedriger Hitze noch ca 5 Minuten köcheln. Wer mag kann später noch Sojasahne (ich habe Reiscuisine genommen) unterrühren, dann schmeckt es etwas milder. Zum Schluss alles mit den Nudeln anrichten, Kräuter darüber und wer mag mit Hefeflocken bestreuen. 


Die Bolognese-Sauce eignet sich übrigens auch super zu Reis!
Viel Spaß beim Nachkochen,
Eure