Aufmerksamkeits-November: Rezept - Vegane Schokokekse in drei Varianten

Endlich bin ich hier wieder aktiv! Nach einem kaputten Computer, einer herumzickenden Speicherkarte und viel Stress kommt nun wieder ein neuer Post. Ich werde jetzt auch wieder regelmäßiger posten, vor allem, weil ich jetzt natürlich in der kommenden Vorweihnachtszeit ganz viele tolle Ideen für euch parat habe ;)
Was mich in den letzten Wochen beschäftigt hat, ist das Thema „responsible lifestyle“ oder zu Deutsch: ein verantwortungsvoller Lebensstil.
Es werden in Deutschland jährlich Tonnen von Lebensmitteln weggeworfen, oft auch Dinge, die noch nicht abgelaufen sind oder teilweise sogar ungeöffnete Lebensmittel. Damit meine ich nicht die Supermärkte, die ihre Lebensmittel nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum aus dem Regal sortieren, sondern die Verbraucher, dich und mich.
Auch ich kaufe gerne Lebensmittel ein, wenn sie günstig sind auch mal eine Packung mehr und wenn mir das Produkt nicht mehr schmeckt, bleibt die Packung im Schrank stehen. Und der Schrank füllt sich dann und füllt sich, neue Dinge werden gekauft und die alten vergessen.
Jedenfalls stand ich vor einigen Tagen vor ebendiesem Schrank und dachte mir „so kann das nicht weitergehen“. Es geht einfach nicht, dass da eine drei Jahre lang abgelaufene Fertigmischung für Gemüsebratlinge neben drei Paketen zwei Jahre abgelaufenem Maisgrieß steht. Und das sind nur einige der Beispiele.
An dieser Stelle war für mich aber klar: ich möchte diese Lebensmittel nicht wegschmeißen. Für mich heißt „Mindestens haltbar bis“ nämlich nicht „garantiert tödlich ab“!! Das trifft natürlich nicht auf alle Lebensmittel zu, aber grundsätzlich ist ein Großteil der Lebensmittel deutlich länger haltbar als das Mindesthaltbarkeitsdatum verspricht. Deswegen halte ich mich eher an meine Sinne: Nachschauen, ob Schimmel zu sehen ist, Riechen ob es vergoren/vergammelt riecht und anfassen, ob es matschig/krümelig etc. ist.
Also habe ich kurzerhand den gesamten Schrank ausgeräumt und alle Lebensmittel nach Haltbarkeit sortiert. Als nächstes habe ich dann aufgelistet, was so alles abgelaufen ist und verbraucht werden muss und mir dann ein paar Gerichte aus ebendiesen Lebensmitteln rausgesucht oder ausgedacht.
Tja, und eines davon sind diese tollen veganen Schokokekse in drei Varianten. 


Das Grundrezept habe ich irgendwann einmal bei Chefkoch gesehen, nach meinem Geschmack angepasst und in mein Kochbuch übertragen. Und irgendwie hatte ich dann auf meiner Zu-verbrauchen-Liste einige der Zutaten, die ich auch für die Kekse brauche.


Hier ist erstmal das Grundrezept:
100 g Mehl
55 g Haferflocken (fein)
1 Tl Backpulver
50 g Kakaopulver
90 g Zuckerrübensirup
55 g Sonnenblumenöl
3 El Sojamehl mit 3 El Wasser verrührt (alternativ gehen auch 3 El Apfelmus)
50 g Sojamilch
Extrazutaten nach Belieben (gehackte Haselnüsse, Kokosraspel, Zartbitter-Schokotropfen)

  1. Sojamehl und Wasser in einer kleinen Schüssel mit einem Löffel verrühren
  2. Öl, Zuckerrübensirup und Kakaopulver in einer anderen Schüssel vermischen, die Sojamehlmischung dazugeben
  3. Alles verrühren und vorsichtig die Milch dazugeben
  4. Mehl, Backpulver und Haferflocken dazugeben und alles ordentlich mixen
  5. Extrazutaten hinzufügen und untermixen
Zu Punkt 5 sollte man anmerken, dass ich erst den Grundteig zubereitet habe und dann in drei Teile geteilt habe. Zu dem einen habe ich 10 g Zartbitter-Schokotropfen von Puda, zu dem anderen 10 g Kokosraspel von Trader Joe´s und zu dem dritten Teigteil 10 g gehackte Haselnüsse von Edeka hinzugegeben. 


  1.  Aus dem Teig Bällchen in der gewünschten Größe rollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen
  2. Teigkugeln mit einer ggf. bemehlten Gabel plattdrücken
  3. Ca. 12 Minuten bei 180°C Umluft backen (unbedingt im Auge behalten, Dauer variiert je nach Ofen und Dicke eurer Kekse!!)

Am besten schmecken die Schokokekse mit einem Glas Hafermilch oder einer Tasse Kaffee ;)
Und das allerwichtigste: obwohl die Kokosraspeln 1,5 Jahre, das Sojamehl 7 Monate, die gehackten Haselnüsse 2 Jahre und der Zuckerrübensirup 3,5 Jahre über ihrem Mindesthaltbarkeitsdatum sind, schmecken die Kekse total lecker und super schokoladig.
Ich möchte jetzt in den letzten zwei November-Wochen noch ein paar Posts zum Thema Aufmerksamkeit (und zwar nicht nur was die Ernährung betrifft!) veröffentlichen, ich hoffe es gefällt euch, auch mal so etwas zu lesen ;)
Falls es euch interessiert, poste ich auch gerne noch einmal eine Liste mit dem Speiseplan, den ich für diese Woche gemacht habe, inklusive der Liste mit den Lebensmitteln, die ich noch verbrauchen will.

Viel Spaß beim Nachbacken, vielleicht ja auch mit frischen Zutaten wünscht eure